Auslandspraktikum in Schweden

 

Auch in diesem Schuljahr hatten vier Schüler der Herwig-Blankertz-Schule Wolfhagen, Max Knippschild, Kerim Kilickan, Ahmet Düzyol und Dennis Herdt die Chance ein stipendiengestütztes Auslandspraktikum in Schweden zu absolvieren. Darunter befanden sich drei Auszubildende der Volkswagen OTLG und ein Auszubildender der Winkler Fahrzeugteile GmbH. Das Reiseziel war Arvika, ein Ort in der historischen Provinz Värmland in Schweden.

Am 12. April 2019 machten wir uns gemeinsam am frühen Morgen mit dem Zug auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Von dort aus flogen wir nach Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, in der wir den vorher gebuchten Mietwagen abholten. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung mit dem Auto fuhren wir dann Richtung Arvika. Nach einer dreieinhalbstündigen Fahrt kamen wir sicher in Arvika an und bezogen unsere Wohnung. Am selben Tag kauften wir gemeinsam ein und schauten uns die Kleinstadt an und nutzten das Wochenende, um uns einzuleben. Nach dem Wochenende, am Montag den 15. April trafen wir an der örtlichen Berufsschule Taeserudsgymnasiet Ulf Dahlen, den Erasmus+ Koordinator und unser Ansprechpartner während des Praktikums. Dort bekamen wir von ihm einen ausführlichen und informativen Schulrundgang mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen. Danach besuchten wir mit Herrn Dahlen die einzelnen Betriebe, in denen wir eingesetzt waren um uns vor unserem ersten Einsatz schon mal vorzustellen: Coop, Sahlins Gummiverkstad, Byggmax und Dollarstore. Am nächsten Tag begann unser erster Arbeitstag. Jeder von uns bekam als erstes die benötigten Arbeitsmaterialien und daraufhin einen Betriebsrundgang. Anschließend wurden wir einem Mitarbeiter zugewiesen, um uns mit den Arbeitsabläufen vertraut zu machen und auf das selbstständige Arbeiten vorzubereiten.

Kerim Kilickan: Ich bin 19 Jahre alt und mache meine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei der Volkswagen OTLG und befinde mich momentan im ersten Lehrjahr. Mein Auslandspraktikum habe ich bei der „Sahlins Gummiverkstad AB“ absolvieren dürfen. Das ist eine Reifenwerkstatt, die zum Franchise-Unternehmen „Däckteam“ gehört. Dies ist mit rund 150 Werkstätten das größte Unternehmen, wenn es um Reifen und Räder geht. Däckteam bietet Dienstleistungen wie Reifenwechsel, Achsvermessungen, Felgenaustausch, Auswuchten von Reifen und Reifen-Hotels, also die Lagerung von Reifensätzen der Kunden an. Ich persönlich durfte die Räder der Autos wechseln, einen LKW entladen, Reifensätze waschen und sie ein- und auslagern.

Max Knippschild: Ich bin 20 Jahre alt und mache zurzeit meine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei der Volkswagen OTLG. Mein Arbeitsplatz in Arvika war ein Baumarkt namens „Byggmax“. Dort wurde ich nett empfangen und mit allem nötigen Arbeitsmaterialien ausgestattet. Anschließend bekam ich einen Rundgang durch den Baumarkt. Meine Hauptaufgabe war es, neue Ware auszupacken und in die Regale einzuräumen. Teilweise hatte ich auch Kundenkontakt, wobei ich bei Fachfragen jedoch auf Englisch an die Mitarbeiter verwies, da ich der schwedischen Sprache nicht mächtig bin. Im Großen und Ganzen war es eine schöne Zeit und eine tolle Erfahrung zu erleben wie es ist in einem anderen Land und in einer anderen Kultur zu leben und zu arbeiten.

Dennis Herdt: Während des Auslandspraktikum in Schweden habe ich für 3 Wochen im Dollarstore gearbeitet, die sich auf günstige Produkte aller Art und Weise spezialisiert haben, von Hygieneartikeln bis hin zu Hundefutter und Gartendekoration. In der Zeit, in der ich dort war, durfte ich Einlagerungsprinzipien kennen lernen und welche Methoden sie dabei verwenden, zum Beispiel werden die Produkte wie ein Wasserfall in den Regalen angeordnet. Dabei werden die Artikel in den Regalen in einer Reihe nur von einer Sorte befüllt. Eine andere Methode nannten sie "den fetten Onkel". Dabei wurden große Mengen von Artikeln in Paletten mit Aufsteckrahmen befüllt sodass sich am Ende ein Berg durch die Ware bildet. Diese Methode nennen sie so, weil es dem dicken Bauch von einem Onkel gleicht. Unter anderem habe ich auch die Warenvorbereitung miterlebt. Dabei durfte ich die Artikelnummer im System abgleichen und musste die bestellte Ware auf Quantität, Qualität, Beschaffenheit und Identität überprüfen. Nach der Kontrolle wurden die Artikel in Einkaufswagen verteilt, die als Transportmittel zur Einlagerung dienten. Die Leute im Dollarstore haben mich gut aufgenommen und waren sehr freundlich.

Ahmet Düzyol: Ich bin 21 Jahre alt und befinde mich im 2. Lehrjahr meiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Während meines Aufenthalts in Schweden habe ich in einer Supermarktkette namens „Coop“
gearbeitet. Meine Kollegen waren alle noch recht jung und sehr freundlich. Ich durfte die logistischen Prozesse im Supermarkt beobachten, habe aber auch meine Kollegen beim Tagesgeschäft unterstützt. Dabei wurde ich immer wieder mit Inhalten konfrontiert, mit denen ich mich während meiner Ausbildung schon beschäftigt hatte, wie zum Beispiel dem FIFO Prinzip beim Einräumen von Ware.
Glücklicherweise hatten wir die ganzen drei Wochen durchgehend schönes, sonniges Wetter, weshalb uns freizeittechnisch nichts im Wege stand. Dementsprechend oft waren wir draußen in der Natur und haben zum Beispiel das Naturreservat „Glaskogen“ besucht. Auch den traditionellen „Norway trip“, bei dem zumeist Jugendliche aus Arvika in ihren Oldtimern über die Grenze nach Norwegen fahren, haben wir mitgemacht und viele neue Leute kennengelernt. Und wenn man sich im überschaubaren Arvika abends noch mit Freunden treffen und was unternehmen wollte, konnte man das im O’Learys, einem Mix aus Bowlingcenter, Bar und Club tun. Durch die vielen Unterhaltungen auf Englisch konnten wir nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch nach dem Praktikum noch bestehende Kontakte vertiefen.

Wir 4 konnten viele neue Eindrücke gewinnen und werden dieses Praktikum definitiv als positive Erfahrung in Erinnerung behalten.

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