Mein Auslandsaufenthalt in London gefördert durch das Leonardo Da Vinci Projekt

(20.10. – 09.11.14)

Nach Beginn meiner Ausbildung an der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar kam meine Englischlehrerin auf mich zu bezüglich eines 3-wöchigen Auslandsaufenthaltes in England. Ich habe sofort zugesagt, da ich schon immer gerne an Auslandsprojekten teilgenommen habe. Das Beste daran ist, dass der Aufenthalt durch ein Stipendium des Leonardo Da Vinci Projekt gefördert wird.

Mein Betrieb hat darin die Chance gesehen, dass ich mich sprachlich weiter entwickle und vorgeschlagen dieses Projekt in unserer eigenen Geschäftsstelle zu absolvieren. Somit fehlte meinem Betrieb meine Arbeitskraft nicht und ich konnte ins Ausland J

Es ging am Montag, 20.10.2014 in Dortmund International Airport los. Ich flog direkt nach London Stansted und der Flug dauerte nur eine Stunde. Ich bin mit einer Billigfluggesellschaft geflogen, was nicht zu empfehlen ist wenn man nur den Hauch von Komfort haben möchte. Mit dem Express Bus ging es nach London City, von dort weiter mit der U-Bahn. Nicht ganz einfach mit dem ganzen Gepäck. Ich bin die ersten Tage in ein Hotel gezogen, da unsere neue Geschäftsstelle erst Mitte der Woche einen Sitz bekommen hat.

Dienstag war dann mein erster Schultag in der Tti School in Camden Town. Für diesen Sprachkurs hatte ich mich bereits im Vorfeld angemeldet. Er ist nicht Pflicht der Da Vinci Projektes, ich fand es aber wichtig intensiv Englisch zu lernen. Durch einen Einstufungstest wurde festgestellt, dass ich zwar gut Englisch reden kann, meine Grammatik jedoch ausbaufähig ist. Somit kam ich in eine fortgeschrittene Englischklasse mit Grammatikschwerpunkt. In der Schule habe ich schnell viele nette Leute kennen gelernt und insbesondere durch das „Social Programm“ einiges mit Ihnen unternommen. Wir sind in das Musical „Wicked“ gegangen oder haben uns eine Ausstellung über Hexen im British Museum angeschaut.

Nach einer Woche Schule habe ich in die Business English Klasse gewechselt. Die Grammatik-Klasse war doch zu einfach für mich. Business English war auch viel interessanter. Dort habe ich wichtige Ausdrucksweisen bezüglich Telefongespräche führen, E-Mail Korrespondenz und Meetings gelernt. Wie man höflich aber direkt verhandelt, etc. Wir waren immer 4-7 Schüler in einer Klasse und hatten von 9 – 12 Uhr Schule.

Mit meinem Chef Jan habe ich ausschließlich Englisch geredet, obwohl auch er aus Deutschland kommt. Gemeinsam haben wir unser neues Büro eingerichtet und das auch das restliche Haus mit allem notwendigen ausgestattet. Dann haben wir angefangen Rechnungen von 2014 zu für unseren Jahresabschluss. Ich habe in unserem hauseigenen Programm nach Rechnungen gesucht und erst einmal aufgeschrieben, welcher Kunde noch nicht bezahlt hat oder wem wir noch etwas schulden. Anschließend haben wir noch offene Rechnungen geschrieben.

London habe ich mir vor allem am Wochenende angeschaut. Da es ja „kurz“ vor Weihnachten war sind viele Geschäfte mit 1000enden Lichterketten geschmückt gewesen. Die Innenstadt war überfüllt mit Leuten, wahrscheinlich noch etwas mehr als sonst wegen Weihnachten. London ist eine Stadt die niemals schläft. Viele Geschäfte haben rund um die Uhr geöffnet und egal wo man hingeht, Menschen um einen herum. Ich habe es mit einer Reizüberflutung beschrieben. Am vollsten ist es morgens in der U-Bahn. Vor jeder U-Bahn Tür warten bestimmt 10 Leute und wenn die bereits völlig überfüllte U-Bahn kommt, quetschen sich die Leute rein und alle sind gegen die Scheiben gedrückt. Für Londoner ist so etwas normal, für mich war es eher außergewöhnlich! Eine kleine Sightseeing Tour habe ich auch zu Fuß gemacht und mir alle wichtigen Gebäude wie Big Ben, Buckingham Palace, etc. angeschaut. Begeistert war ich davon allerdings nicht, denn für die meisten Gebäude hätte man viel Eintritt bezahlen müssen (30€) und auch von außen sah es aus wie auf den Bildern die man so aus dem Fernsehen kennt. Vielmehr hat London kleine und größere Märkte anzubieten. In diese habe ich mich verliebt. Kilometerweit kann man herumschlendern, ob auf einem Markt nur für Essen oder einem Antiquitäten Markt. Alles sehr schön. Man sollte hierbei nicht zu viel Geld mitnehmen, ansonsten läuft man Gefahr zu viel zu kaufen. Pubs gibt es natürlich auch an jeder Ecke mal mit und mal ohne Livemusik.

Ich hatte eine tolle Zeit in London und sie ging rasend schnell rum. Für meine Englischkenntnisse hat es sich auf jeden Fall gelohnt und auch um viele nette Leute kennen zu lernen. Ohne das Leonardo Da Vinci Projekt hätte ich mir die Reise nicht bezahlen können, deshalb war ich froh um diese Unterstützung.

Mein Fazit: Auf jeden Fall an einem solchen Projekt teilnehmen, es wird euren Horizont erweitern J

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