Verabschiedung der tschechischen Gaste im VW WerkNach erfolgreichem Abschluss des Projektes „Leila 2015“ – „Language & Experience in  Industry, Logistics and Administration“ hat die HBS im Februar dieses Jahres wieder einen 2 Jahresantrag bei der Nationalen Agentur des Bundesinstituts für Berufsbildung, kurz NABIBB gestellt und Fördergelder für die Entsendung von 60 Berufsschülerinnen und -schülern in Praktika in EU-Ländern erhalten. Das von der EU aufgelegte Mobilitätsprogramm dient im Berufsschulbereich dazu, Auszubildenden die Chance zu geben für einige Wochen oder Monate in einem Betrieb im EU-Ausland ein Praktikum zu absolvieren und die Anwendung von fremdsprachlicher Fachsprache zu üben, sowie beruffachliche Kompetenzen auszubauen und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Vernetzt ist die HBS mit Partnerschulen in Tschechien, der Slowakei und Schweden sowie Partnern in England. Weiterhin soll auch 4 Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit gegeben werden, einwöchige Praktika in den Partnerschulen zu absolvieren, um über den Tellerrand hinauszublicken und Erfahrenes mit Bekanntem vergleichen zu können und ggf. neue Ideen für den Schulalltag zu entwickeln. Aber nicht nur die Schüler der HBS werden ins Ausland geschickt, sondern auch Schüler der Skoda Berufsschule Tschechien und der Taserudsskolan in Arvika, Schweden werden von der HBS in Ausbildungsbetriebe vermittelt und vor Ort betreut.

Besuch der GrimmweltSie kennen die Märchen der Brüder Grimm und finden die Werke in ihren Sprachen in der Grimmwelt wieder. Am Tag der Deutschen Einheit zeigen HBS Erasmus+ Koordinatorin Martina Kerner und Schulleiter  Dr. Dietmar Johlen ihren temporären Gästen von der Skoda Berufsschule in Mladá Boleslav / Tschechien und von der Silla Technical High School of Gyeongju City / Südkorea die literaturwissenschaftlichen sowie literarischen Errungenschaften der  Brüder Grimm und verweisen auf deren politisches Engagement für Liberalismus und Menschenrechte. Und das an einem geschichtsträchtigen Datum, dem Tag der Deutschen Einheit. Ohne die Wiedervereinigung hätten die jungen Gäste aus Tschechien nicht die Chance mal eben für 4 Wochen zum Praktikum nach Kassel zu kommen, überhaupt in den Westen zu reisen. Vielleicht ein winziger Hoffnungsschimmer für die Gäste aus Südkorea, so formuliert es Kerner bei der Einführung auf dem Dach der Grimmwelt mit herrlichem Blick über das herbstliche Kassel.

Auszeichnung für das Praktikum im Ausland: Schüler der Herwig-Blankertz-Schule präsentieren ihren Europass. Er soll ihnen bei der Jobsuche im In- und Ausland helfen. 27 Schüler der Herwig-Blankertz-Schule erhielten Zeugnis für Auslandspraktika

VON MAX MORRISON WOLFHAGEN. (HNA)


Den Aufbruch ins Unbekannte wagen – diesen Ratschlag ihrer Lehrer haben 27 Schüler der Herwig Blankertz Schule in der Wolfhager Pommernanlage beherzigt. So durften sie zum Abschluss ihrer Ausbildung nun den Europass entgegennehmen.

Zum ersten Mal nahm eine Kauffrau für Bürokommunikation vom HBS-Schulstandort Wolfhagen teil am Programm für lebenslanges Lernen. Dafür erhielt sie eines der letzten zu vergebenden Stipendien aus dem EU-Programm Leonardo, das im Mai 2015 auslief.

comp Linda

  Linda Bott, im zweiten Jahr ihrer Ausbildung bei VW, begab sich im Mai diesen Jahres mutig allein per Bus von    Kassel-Wilhelmshöhe über Nacht nach London und von dort weiter per Bus nach Plymouth im Süd-Westen Englands. Dort wurde sie von ihrer Gastfamilie empfangen und verbrachte drei interessante Wochen im malerischen Plymouth. Linda war für eine Hochzeitsfotografin tätig und ihre Arbeit wurde hoch geschätzt. Betreut wurde sie vor Ort von der Partnerorganisation Tellus ltd., mit der die HBS seit Jahren zusammen arbeitet. Diese sorgte auch für Sprachunterricht und kulturelles Rahmenprogramm. So sprach Linda nicht nur englisch, sondern profitierte auch von ihren Französisch- und Spanischkenntnissen, die sie im Freizeitbereich mit anderen Lernenden aus EU und aller Welt fleißig zum Einsatz brachte. Ihr Kommentar zum Auslandsaufenthalt: „Die drei Wochen vergingen wirklich wie im Flug und als man sich gerade so richtig an den britischen Alltag gewöhnt hatte, ging es leider auch schon wieder nach Hause. Gerne wäre ich noch ein wenig länger geblieben!“ Und dass nicht nur Linda von diesem Auslandspraktikum profitierte, zeigt die Begeisterung ihrer Arbeitgeberin in ihrem Arbeitszeugnis, in dem zu lesen ist: „It was a pleasure to have Linda working with me and I am pleased to provide this positive reference. I am confident that Linda's skills and liabilities would be a valuable asset to any organisation and I highly recommend her for employment.”

The Hoe

Wer mehr erfahren möchte, hier ein Link zum Erfahrungsbericht von Linda Bott.


Unter dem neuen EU-Programm Erasmus+ hat die HBS wieder für 2 Jahre Stipendien bei der EU beantragt und bewilligt bekommen. Unter dem Projekttitel „Language & Experience in Industry, Logistics & Administration – LEILA 2015“ stehen nun u.a. für Großbritannien neben 12 Stipendien für Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Fachlageristen weitere 4 Stipendien für Kauffrauen und –männer für Bürokommunikation bzw. Büromanagement zur Verfügung. Bei Interesse informieren Sie sich unter AGs & Projekte, Auslandspraktika / Erasmus+.

Unsere Berufsschüler Frau Kristin Manthey und Herr Thomas Friedrich, beide Auszubildende im 2. Lehrjahr bei der Firma Autokühler GmbH & Co. KG in Hofgeismar (AKG), erhielten im April 2015 die Gelegenheit, ein dreiwöchiges Praktikum im AKG-Werk in Wales/ Großbritannien zu absolvieren. Das Praktikum konnte mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch unser Leonardo-Projekt CIRA 2013 realisiert werden.

Am 14. April 2015 besuchte Frau Bux die beiden Praktikanten, um sich einen Eindruck von den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen vor Ort zu verschaffen. Im Rahmen dieses Besuchs fanden Gespräche mit dem Produktionsleiter des Werks, Herrn Marc Minton und natürlich mit den beiden beteiligten Praktikanten statt.

Kristin und Thomas beschrieben zunächst die Aufgaben des Werks: Die AKG-Produkte werden aus Deutschland angeliefert und in Wales für den Vertrieb auf dem britischen Markt montiert. Im Werk sind insgesamt rund 20 Mitarbeiter beschäftigt, davon sieben in der Produktion.

Für ihr Praktikum erhielten die Azubis einen klar strukturierten Plan. In den ersten beiden Wochen bekamen sie einen umfangreichen Einblick in alle Arbeitsbereiche des Werks, und zwar sowohl in die Verwaltung als auch in die Produktion. Konkret wurde ihnen an jedem einzelnen Arbeitsplatz gezeigt, welche Tätigkeiten der Stelleninhaber ausführt, bevor sie selbst tätig werden durften. Unter anderem durften Kristin und Thomas selbst zwei unterschiedliche Schweißverfahren erproben.

Im Verwaltungsbereich beschäftigten sie sich mit allen Aspekten des Vertriebs wie der Bearbeitung von Bestellungen, der Lieferschein- und Rechnungserstellung und der Buchhaltung. Darüber hinaus konnten sie bei der Prozessoptimierung assistieren, indem sie Excel-Daten aus der Produktion auswerteten. Weiterhin wurde die Anwesenheit von Muttersprachlern dafür genutzt, um die englischen Übersetzungen von Preislisten aus dem Hauptwerk in Hofgeismar zu kontrollieren.

In der dritten Woche bekamen Kristin und Thomas die Aufgabe, bestimmte Bereiche des Qualitätsmanagements zu bearbeiten, beispielsweise für die Qualitätskontrolle, zur Gesundheit & Sicherheit oder zum Umweltmanagement.

Auch bei der Freizeitgestaltung wurden die beiden Praktikanten intensiv von den Kollegen unterstützt. Sie erhielten einen Firmenwagen zur freien Verfügung und wurden im „Linksfahren“ unterwiesen. Am Wochenende fanden Ausflüge zu landschaftlich reizvollen Gegenden statt. Besonders gefallen hat Kristin und Thomas die walisische Hauptstadt Cardiff, in der auch ihre Unterkunft war.

Das Praktikum wurde von allen Seiten als sehr gewinnbringend beurteilt. Besonders die Tatsache, dass sie im Rahmen des „Rundgangs“ tatsächlich alle Aufgabenbereiche des Werkes kennenlernen konnten, wurde von den Auszubildenden hervorgehoben. Dies ist ein Aspekt, der wegen der Unternehmensgröße im heimischen Ausbildungsbetrieb nicht in dieser Form berücksichtigt werden kann.

Aber nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern auch sprachlich und persönlich bewerten die beiden Teilnehmer den Aufenthalt als sehr positiv. Der Bezug vom fachlichen Fremdsprachenunterricht in der Berufsschule zur Anwendung im betrieblichen Alltag ist für Kristin dabei besonders deutlich geworden. Thomas fühlt sich durch den Aufenthalt motiviert, einen längeren beruflichen Auslandsaufenthalt oder auch ein Auslandssemester ins Auge zu fassen. Auch die Produktionsleitung betrachtet die Anwesenheit deutscher Praktikanten als Unterstützung und Mehrwert für den Standort. Dies kommt in den beiden Praktikumszeugnissen wie folgt zum Ausdruck:

„At all times Kristin’s conduct was deemed to be excellent. Kristin applied herself to any given task with the same amount of enthusiasm. Kristin always maintained a friendly attitude both towards our Directors and her fellow employees. Her contribution to all areas of the company activity in which she was involved have been very much appreciated. […] I believe Kristin will make a valuable addition to any company that she may join in the future.”

Die Herwig-Blankertz-Schule bedankt sich für die Beteiligung von AKG an unseren EU-Mobilitätsprogrammen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

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Das HBS-Projekt „Callenges in Rural Areas – C.I.R.A. 2013“ endete nach einer Laufzeit von zwei Jahren am 31.05.2015. Mit Hilfe dieses Projekts konnten 30 berufsbezogene Auslandspraktika unserer Auszubildenden realisiert werden.

Dabei wurde 14 Auszubildenden mithilfe von zwei professionellen britischen Organisationen ein adäquater Praktikumsplatz vermittelt; 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten ein Praktikum bei britischen bzw. tschechischen Niederlassungen oder Schwesterwerken ihrer hessischen Ausbildungsfirmen.

24 dreiwöchige kaufmännische Praktika fanden bei unterschiedlichen Firmen im Zielland Großbritannien statt, weitere sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten ein zweiwöchiges technisches Praktikum bei der Firma Škoda Auto in Mladá Boleslav/ Tschechien. Die Auszubildenden konnten während der Auslandsaufenthalte einerseits ihre Fach- und englischen Sprachkenntnisse anwenden und vertiefen und gleichzeitig wichtige Schlüsselqualifikationen wie Flexibilität und Teamfähigkeit schulen.

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