Praktikum bei “Huisman Equipment BV“

Schiedam, 03.Juli 2017 – 28. Juli 2017

Im Folgenden berichte ich über meine Eindrücke und Erfahrungen während meines Praktikums in Schiedam, Südholland nahe der Studentenstadt Rotterdam. Als ich mich dazu entschied, die Chance des Erasmus Plus geförderten Praktikums zu nutzen und mehrere Wochen im Ausland verbringen zu wollen, musste natürlich erst einmal ein geeigneter Praktikumsplatz her. Schnell war mir klar, dass ich dieses Praktikum am liebsten bei einem Kunden meines Ausbildungsbetriebes Siebenhaar Antriebstechnik GmbH machen wollen würde, da ich mit diesen zuvor schon viel Kontakt hatte. Letztendlich hat es bei Huisman Equipment BV gekappt, welches ein weltweit operierendes Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Konstruktion und Herstellung von schweren Baumaschinen ist. Die Produktpalette lässt sich in sechs Hauptkategorien unterteilen: Krane, Pipelay Equipment, Bohrgeräte, Winden, Schiffdesigns und Spezialanfertigungen. Weitere Standorte befinden sowohl in China (Zhangzhou), Brasilien (Navegantes) und Tschechien (Sviadnov) als auch in Norwegen, Australien, Singapur und in den USA.

Nun galt es jegliche Vorbereitungen für meinen Aufenthalt zu treffen. Meine Unterkunft fand ich relativ schnell und ohne großen Aufwand über die Plattform „Airbnb“. Das Buchen und Bezahlen lief problemlos ab und war um einiges günstiger als in einem der nahe gelegenen Hotels. Somit hatte ich ein kleines, gemütliches Zimmer inklusive einem Balkon und einem Bad, ganz für mich allein. An sich sind die Wohnungen/Häuser eh etwas kleiner, „kuscheliger“ und auch viel teurer als in Deutschland. Große Gärten sind ebenso rar. Mein Zimmer war jedenfalls genauso wie in der Internetanzeige beschrieben und sehr sauber und gepflegt. Die Küche und das Wohnzimmer teilte ich mir mit dem deutschen Vermieter-Pärchen Markus und Katia, welches beruflich in Holland unterwegs ist und nun schon seit zwei Jahren in Schiedam lebt. Airbnb kann ich wirklich jeden weiterempfehlen, der aufgeschlossen und dazu bereit ist, mit fremden Leuten zusammenzuleben. Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Wohnung, da diese nur 6-7 Minuten von meiner Arbeit entfernt lag und ich freundlicherweise das Fahrrad meiner Vermieter nutzen konnte – typisch Holländisch. An die Straßenverkehrsregeln muss man sich erst gewöhnen, da Fahrräder und Roller eine extra Fahrbahn neben der eigentlichen Straße haben und das Überqueren von Straßen manchmal echt ein Abenteuer ist. Aber man passt sich ja an. Geldabheben ist mit einer Visa oder Kredit Karte kein Problem und an jedem Geldautomaten möglich. Tanken allerdings sollte man nur an Tankstellen, an denen man auch bar zahlen kann. Es besteht nämlich auch die Möglichkeit direkt an der Tanksäule zu zahlen, doch da sind sehr oft nur Niederländische EC-Karten akzeptiert, was dann zu einem kleinen Problem werden kann.

Ich reiste also am Samstag, den 01.07.2017, in Schiedam an und konnte die ersten zwei Tage ganz gemütlich die Umgebung mit den unzähligen Kanälen und Grachten erkunden und meine Vermieter bei einem gemeinsamen Frühstück besser kennen lernen. Meinen ersten Arbeitstag, den 03.07.2017, begann ich um 08:00 Uhr am Huisman Security-Check. Nachdem ich einen Sicherheits-Film anschaute, erhielt ich einen elektronischen Ausweis um auf das Firmengelände zu gelangen und um damit meine täglichen Arbeitszeiten festzuhalten. Am Empfang erwartete man schon eine Schülerin aus Deutschland und nach ein paar Minuten wurde ich von Emiel, einem meiner neuen Kollegen, abgeholt. Emiel sitzt, so wie ich es später auch sollte, ebenfalls im Einkauf und stand mir die gesamten vier Wochen mit Rat und Tat zur Seite. Falls ich Fragen oder ähnliches hatte, konnte ich mich ohne zu zögern jederzeit an ihn wenden. Nachdem wir uns also den gesamten Gebäudekomplex angeschaut hatten ging es für mich in den Einkauf - Mein Einsatzgebiet für die nächsten Wochen. Die Arbeitssprache war (meistens) Englisch und ich fand sehr schnell zurück zu meinen Englischkenntnissen. Davon mal abgesehen, wollte ich ja eigentlich auch ein wenig Niederländisch lernen, doch dazu später mehr ;)

Meine Aufgabe war es hauptsächlich meine Kollegen bezüglich Bestellungen, Anfragen, Auftragsbestätigungen und Frachtfragen zu unterstützen. Den ersten Tag nutzte ich, um mich in das neue ERP-System einzufinden und um mir zumindest ein Viertel der neuen Namen einzuprägen. Auch die weiteren Tage waren für mich sehr spannend und aufregend, da ich mich so langsam mit den neuen Aufgaben vertraut machte und zudem mehr und mehr Aufgaben dazu kamen. So übernahm ich bereits in der ersten Woche einige Vorgänge von einem Kollegen, da dieser ein paar Tage wegfuhr und allgemein sowieso gerade die Urlaubszeit angebrochen war. Zwischendurch erhielt ich natürlich auch von anderen Kollegen immer wieder neue Arbeit, wie das Erstellen von Sendungen via FMS (Freight Management System), das Anfragen und Einpflegen neuer Preise und das Aktualisieren und Bestellungs- und Lieferterminänderungen. Auf diese Weise verging meine 40-Stunden-Woche wie im Flug. Jeden Freitag gingen wir in der Mittagspause zusammen essen und liehen uns dazu ein paar hauseigene Fahrräder aus. Im Laufe der vier Wochen durfte ich des Weiteren auch einen Einblick in die anderen Abteilungen gewinnen um auf diese Weise ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zu kriegen. Hierzu war ich in der ersten Woche zum Beispiel in der Arbeitsvorbereitung. In der zweiten Woche ging es zwei Mal einen halben Tag ins Lager, was ich besonders spannend fand. Ich lernte, wie die eingehende Ware kontrolliert und eingelagert wird und wie fertiggestellte Teile für den Transport vorbereitet werden. Wenn man durch die Fertigungshallen läuft fühlt man sich neben den großen Schiffteilen wie eine Ameise. Sicherheit hat von daher höchstes Gebot. Huisman hat im Übrigen eine der größten Hallen (80 m hoch), dessen Front sich vollständig öffnen lässt. In der vorletzten Woche machte ich einen kleinen Abstecher in die Logistikabteilung, die sämtliche In- und Export-Frachten regelt und diese Informationen an das Lager weiterleitet. An einem Tag hatte ich das Glück, den sogenannten HIT-Tower (Huisman Innovation Tower) besichtigen zu dürfen, der allerdings mit seinen 90 Metern nur was für Schwindelfreie ist.

Meine Freizeit verbrachte ich unter der Woche vor allem damit Rotterdam zu erkunden – die Geschäfte haben übrigens auch am Sonntag geöffnet – und außerdem ein paar neue Sportarten für mich zu entdecken. Meine Office-Kollegen luden mich gleich am ersten Arbeitstag dazu ein, mit Ihnen am Freitag Surfen zu gehen und ich lehnte natürlich nicht ab. Nachdem der erste Surfing-Versuch ziemlich gut klappte, gingen wir seitdem ein bis zweimal in der Woche surfen und es machte unglaublich viel Spaß – und Muskelkater! Der Strand „Hoek van Holland“ ist ca. 20 Minuten von Schiedam entfernt und sollte man unbedingt besucht haben, wenn man in der Nähe von Rotterdam ist. Neben dem Surfen unternahm ich noch einen sehr schönen Ausritt am Strand, nachdem ich mich in einem der vielen Reitställe vorstellte und ging mit zum Boxen. Einer meiner Kollegen ist der Trainer und ging nicht zimperlich mit uns um, was mein Körper mich am nächsten Tag auch spüren ließ.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich mir für die vier Wochen keine besseren Kollegen hätte vorstellen können. Wenn man was das betrifft so ein Glück hat wie ich, geht ein Monat manchmal schneller rum als einem lieb ist. Ich hab mich sehr darüber gefreut, dass meine Kollegen auch am Wochenende etwas mit mir und meinen angereisten Freunden unternahmen. An einem Samstag zog es uns nach Amsterdam, das ca. 45-60 Minuten mit Zug oder Auto entfernt ist. Ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass ich am Wochenende nicht genug zu tun hatte, auch wenn ich ein Wochenende ohne Besuch aus Deutschland auskommen musste.

In Rotterdam, wo man von meiner Wohnung aus problemlos mit Fahrrad, Bahn oder Bus hinkommen konnte, gibt es einiges zu sehen. Neben der bekannten „Erasmus-Brug“, dem „Euromast“ und der bekannten „Markthal“ ist es auch interessant einfach mal durch die „Witte de Withstraat“ zu laufen, in der man in einigen Bars sehr gut was trinken oder essen kann. Mit dem Auto nach Rotterdam zu reisen ist allerdings keine gute Idee, da das Parken nahe der Innenstadt unglaublich teuer ist und man andernfalls einen weiten Weg zu Fuß zurücklegen muss, falls man am Stadtrand auf einem der Park-and-drive-Parkplätze parken will. Die Stadt ist, wie ich finde, super sauber und belebt und hat jedem Besucher etwas zu bieten. Sogar meine Eltern nutzten die Chance um ein wenig Urlaub in Schiedam zu machen. Wir machten eine gemeinsame Sightseeing-Tour durch Rotterdam und konnten aufgrund des guten Wetters mit unseren Hunden zwei Mal den Strand besuchen. Es gibt einige sehr gute Restaurants in Schiedam, doch wenn man gegebenenfalls danach noch weggehen will, würde ich Rotterdam empfehlen.

An meinen freien Tagen unter der Woche war ich selbstverständlich auch fleißig und lernte über den Erasmus-OLS-Tool (Online Linguistic Support) Niederländisch. Ich entschied mich dazu, Niederländisch anstatt Englisch zu wählen, da ich gerne eine neue Sprache lernen wollte. Es fiel mir nicht so leicht wie gedacht, obwohl man ja zugegebenermaßen auch als Deutschsprachiger sehr viel dieser Sprache versteht, aber genau das war Problem: Man ist immer in der Versuchung die deutschen Wörter zu benutzen, da diese sich so ähneln. Meinen Kollegen erging es aber mit der deutschen Sprache ganz genauso und wir hatten eine Menge Spaß damit uns gegenseitig auszulachen. Das OLS-Programm an sich finde ich sehr gelungen und es hilft einem, zumindest die Grundkenntnisse einer neuen Sprache zu verinnerlichen.

Als Fazit lässt sich für mich sagen, dass ich ein Auslandspraktikum jederzeit wieder machen würde und ich es an keinem Tag bereut habe. Aus diesen Gründen plane ich einen weiteren Aufenthalt in Schweden oder Norwegen nächstes Jahr nach dem Abschluss meiner Ausbildung. Ich denke, dass es für jeden eine hilfreiche Erfahrung ist, vor allem auch für das weitere Berufsleben. Neben anderen Kulturen lernt man eine Menge neuer Leute kennen und erhält einen guten Einblick in die Arbeitsweise anderer Betriebe und deren Führungsstil. Also scheut euch nicht und probiert es aus. Es muss ja nicht gleich für einen Monat sein.

Viel Spaß und viele neue Erfahrungen!

Von Immenhausen nach Peterborough und zurück

Erfahrungen im Ausland sammeln, Sprachkenntnisse verbessern, die Kultur und den Berufsalltag in einem anderen Land innerhalb eines dreiwöchigen Praktikums kennenlernen und das mit finanzieller Förderung des Erasmus+ Projekts - da musste ich nicht lange überlegen. Mit dem Wunschziel England fand sich auch recht schnell eine Lösung, nämlich sera UK in Peterborough. Somit wurde es möglich die drei Wochen Praktikum innerhalb unserer Firma zu verbringen.

Meine Reise begann freitagmorgens in Kassel Wilhelmshöhe, von wo es mit dem Zug nach Frankfurt ging. Vom Frankfurter Flughafen dauerte es dann gerade einmal 15min nach London - dank Zeitverschiebung.

Nachdem mich die U-Bahn zu meinem Hostel gebracht und ich dort mein Gepäck verstaut hatte, war es Zeit für ein Mittagessen. Also beschloss ich erstmal klischeehaft zum Big Ben zu fahren und mir dann in der Innenstadt ein Happen zu holen. Nachdem ich knapp 1,5h die Themse herunterspaziert war und die „Bin Heile Angekommen-Telefonate“ erledigt waren. Ging es zurück ins Hostel um mich ein wenig aus zu ruhen.

Der erste Stopp am ersten Abend war das Bavarian Beer House… Ein Stück Heimat in London. Hauptgrund für meinen Besuch war die Übertragung der Bundesliga, aber auch die Tipps die mir dort von anderen deutschen Touristen und deutschen Auswanderern gegeben wurden waren recht hilfreich.

Nach ein wenig Sightseeing am Samstag wartete dann am Sonntag ein kleines Highlight auf mich. Ich machte mich auf den Weg zum Wembley Stadium, um dort das Pokalfinale der 3. Liga zu sehen. Mit mir füllten etwa 74.000 Engländer das Stadion. So viele Zuschauer wie beim DFB-Pokal Finale in Deutschland dieses Jahr. Ein atemberaubendes Ereignis in einem tollen Stadion mit einem spannenden Spiel bei dem Coventry City knapp mit 2:1 über Oxford United triumphierte.

Nach dem Spiel ging es dann mit dem Zug weiter nach Peterborough, wo ich bereits erwartet wurde. Ein Arbeitskollege war so nett mich am Bahnhof ab zu holen und mir schon grob zu erläutern was mich an meinem ersten Tag mit den englischen Kollegen erwartete.

Nach dem ich mich vorgestellt und meinen Arbeitsplatz ordnungsgemäß eingerichtet hatte stand auch schon die wichtigste Frage ins Haus – Tee mit oder mit ohne Milch? Aber auch neben der Tee Frage gab es noch einiges zu klären und so wurde sich gegenseitig gelöchert - von den Hobbys, über Fußballvereine, bis hin zum nicht vorhandenen typisch deutschen Frühstück.

Neben netten Kollegen, dem aufregendem London und hin und wieder einem kleinem Kulturschock, wartete in England aber auch noch abwechslungsreiche Arbeit auf mich. So konnte ich Angebote erstellen, mit Kunden telefonieren und diese beraten, Bestellungen bearbeiten, RI-Zeichnungen erstellen, Lieferantenfragebögen ausfüllen und sogar an einem Kundebesuch teilnehmen und das alles auf Englisch! Natürlich gab es noch einiges mehr zu tun, jedoch werden mir wohl noch mehr die Dinge zwischen und nach der Arbeit in Erinnerung bleiben, wie z.B. die Mittagsausflüge zum Sandwichladen um die Ecke, die Badmintonspiele nach der Arbeit, der Pub Besuch am Wochenende oder die Cross-Bar-Challenge auf dem nahe gelegenem Bolzplatz.

Nach drei Wochen hieß es dann doch wieder Abschied nehmen. Und so ging es erneut nach London um dort in den Flieger zu steigen. Alles in allem war es eine gelungene Reise, die ich wirklich jedem nur wärmstens empfehlen würde. Ich hab einiges gelernt und gesehen und zudem noch meine Englischkenntnisse verbessert. Aber vor allem hatte ich eins: Jede Menge Spaß!!

Travel Report UK

 

Challenge accepted

Nun wurde es ernst. Unsere beiden Stipendien für das Erasmus+ Programm waren überwiesen.

Wir mussten nur noch ein passendes Hotel finden, sowie Flug- und Zugtickets buchen. Aber genau dies hörte sich einfacher an als es tatsächlich war.

Homeless

Die Flüge waren schnell gebucht und auch für ein Hotel konnten wir uns leicht entscheiden. Doch leider mussten wir feststellen, dass manche englische Standards für einen dreiwöchigen Aufenthalt nicht unseren Vorstellungen entsprachen.

So begann unsere Suche erneut. Das Hotel wurde storniert und wir waren für eine kurze Zeit „Obdachlos“. Aber mit ein bisschen Unterstützung unserer Tochtergesellschaft in GB wurden wir schnell fündig.

Full of doubts

Die Zeit rückte näher und viele Vorbereitungen mussten noch getroffen werden, denn bei dem englischen Wetter weiß man bekanntlich nie was auf einen zukommt und so wollten wir bestens gerüstet sein, falls uns ein englischer Regen überfallen würde.

Vorallem aber zählte zu unseren Vorbereitungen die Einweisung in eine unserer Aufgaben während des Praktikums, die wir bereits in unserem Ausbildungsbetrieb bekamen.

Die größte Sorge, die uns von dort an allerdings begleitete, war die englische Sprache. Schließlich sollten wir auf „native speaker“ treffen, sodass uns leichte Zweifel überkamen, ob sie uns überhaupt verstehen würden.

Lets start the adventure

Nun war es wirklich soweit. Wir trafen uns am Abreisetag am Bahnhof und von dort sollte das Abenteuer beginnen.

Wegen eines überbesetzten Zuges, was wohl der Ferienzeit geschuldet war, mussten wir kurzfrisitg auf einen anderen Fahrplan ausweichen. Glücklicherweise kennen wir die deutsche Bahn und hatten uns genug Puffer eingeplant, sodass wir den Flughafen doch noch rechtzeitig erreichten.

Am Flughafen verlief zum Glück alles problemos. Der Check-In war schnell erledigt und unser Freigepäck haben wir bis auf das letzte Gramm ausgenutzt.

Unsere positive Stimmung verflog allerdings schlagartig als wir unser Flugzeug sahen. Gefühlt handelte es sich um eine 20 Jahre alte Propellermaschine mit Platz für ca. 50 Personen. Unsere größte Sorge galt von nun an den Propelleren des Flugzeuges und die Angst vor der englischen Sprache war zuerst einmal verflogen. Unsere Sorge wurde leider nicht weniger, als wir das Flugzeug betraten, denn dort war es nicht möglich unser Handgepäck – in deutschem Standardmaß – in den dafür vorgesehenen Gepäckklappen zu verstauen. Doch nach zwei Stunden Flug landeten wir sogar 30 Minuten früher als geplant in Manchester.

Und wie sollte es anders sein,regnete es natürlich als wir erstmals englischen Boden betraten. Aber darauf waren wir ja vorbereitet.

Am Flughafen selbst verlief alles reibungslos und nach kurzer Zeit wurden wir von unserem, im Vorfeld organisierten, Taxifahrer empfangen.

Als wir endlich auf unserem Hotelzimmer waren, konnten wir mehr als zufrieden feststellen, dass wir mit unsererem neuen Hotel einen besseren Griff gemacht hatten, denn das Hotel war renoviert und wir waren uns einig, dass man dort einige Zeit verweilen konnte.

First day

Am nächsten Morgen stieg die Spannung nochmal drastisch an und die Angst vor der englischen Sprache wuchs erneut. Doch diesesmal war sie schnell verflogen, denn eine nette Kollegin hatte uns vom Hotel abgeholt und wir konnten uns ohne Probleme mit ihr unterhalten.

Gleich am ersten Tag haben unsere Kollegen uns Pläne fürs Wochenende vorgeschlagen, sodass wir uns direkt für einen Ausflug nach London entschieden. Wir haben uns gleich wohlgefühlt und nette Unterhaltungen bei unserer ersten „Tea-time“ geführt.

Business before pleasure


Schon in der ersten Woche hatten wir uns sehr an die englische Sprache gewöhnt, sodass wir sowohl untereinander, als auch im Schlaf schon auf englisch redeten und träumten. Wir waren überrascht, wie leicht wir uns in den englischen Tagesablauf und die unterschiedlichen Redewendungen eingefunden hatten und wie schwer es uns vorkam deutsche Sätze zu bilden.

Auch die Zeit in unsere Tochtergesellschafft war von der ersten Woche an sehr lehrreich, denn wir lernten viel über die Produkte unserer Firma und durften sogar an einer Kundenschulung teilnehmen. Auch lernten wir neue Datenverarbeitungsprogramme kennen und konnten schon nach kurzer Einarbeitungszeit selbstständig Dokumente damit erstellen.

Aber nicht nur für uns war der Aufenthalt ein Profit, denn auch für unsere englischen Kollegen konnten wir einige Informationen aus Deutschland einholen und vor Ort aufarbeiten. Wir durften sogar an wichtigen Projekten mitarbeiten und unseren Teil dazu beitragen. Wir wurden aber nicht nur in berufliche Projekte einbezogen, sondern auch zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen eingeladen.

The weekends – Collect moments not things -or both

Am ersten Wochenende machten wir unseren Ausflug nach London, welcher ein voller Erfolg war. Aber auch die restlichen Wochenendtage waren geprägt von vielen neuen „englischen“ Erfahrungen. So sollte man in England zum Beispiel nicht auf kulinarische Hochgenüsse spekulieren, da die Speisenauswahl für den kleinen Geldbeutel leider nicht sehr vielseitig ist.-Wenn man jedoch ein Freund von Fish’n’Chips, Burgern oder Sandwiches ist, wird man hier aber auf alle Fälle fündig.

Viel zu lachen hatten wir allerdings über einige für uns „merkwürdige“ Situationen und „Feierabendgewohnheiten“ der Engländer, die wir bei dem ein oder anderen Pub-Besuch kennenlernten und unser Bild von den Engländern vollständig bestätigten.

So warteten wir nach einer der vielen erfolgreichen Shoppingtouren in Manchester auf einen Bus und es bildete sich doch tatsächlich mit der Zeit eine lange Schlange hinter uns, wie man es bisher nur aus englischen Filmen kannte. Aber auch das war nicht unser einziges Erlebnis mit den, bei den Engländern sehr beliebten „Queues“, denn sogar nach einer „Spooky-Halloween“ Nacht bildeten die Feiergäste vor dem Club eine Schlange und stiegen ordnungsgemäß nach und nach in die vorbei fahrenden Taxis ein.

Review

 

Wieder zuhause angekommen und die großen Koffer und Taschen ausgepackt, können wir sehr sicher sagen, dass sich das Abenteuer sowohl beruflich als auch privat gelohnt hat. So konnten wir nicht nur in den englischen Arbeitsalltag einblicken, sondern auch Liverpool, Manchester, Warrington und London erkunden.

Es war eine super Erfahrung, den englischen Arbeitsalltag zu erleben und sich mit der Sprache sowohl beruflich, als auch privat drei Wochen lang auseinander zu setzen. Wir haben mit Sicherheit viele neue Vokabeln in unseren Wortschatz aufnehmen können und britische Redewendungen wurden zur Normalität.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Allen bedanken, die uns vom Beginn der Planung bis zum Ende unserer Reise unterstützt haben. Vor allem auch ein großes Dankeschön an Frau Bux, die uns dazu ermutigt hat diese Reise anzutreten, an Erasmus+ für die finanzielle Unterstützung und natürlich an unseren Ausbildungsbetrieb, durch welchen wir einen hervorragenden Praktikumsplatz in GB hatten.

Cheers!

Wales4Im Zuge unserer Ausbildung wurde uns ein dreiwöchiger Auslandsaufenthalt in unserem Schwesterwerk AKG UK Ltd. in Wales ermöglicht. Unterstütz durch das Leonardo da Vinci Projekt wurde unser Vorhaben realisierbar. Wir sahen darin die Chance unsere Englischkenntnisse zu verbessern und andere betriebliche Strukturen kennenzulernen.

So startete unsere Reise am 29.03.2015.

Im Vorfeld kümmerten wir uns um ein Apartment in Cardiff, welches wir für die drei Wochen beziehen konnten. Das anfängliche Gefühl der Fremde war bereits in den ersten Tagen verflogen. Diesist vor Allem der Offenheit und Freundlichkeit der Waliser zuzuschreiben. Diesnahm uns auch die Hemmungen vor der englischen Sprache.

Plymouth 2015

Ich kann nur jeden ermutigen, der mit dem Gedanken spielt mal ins Ausland zu gehen, diesen auch umzusetzen! Es gibt nichts besseres.... Aber der Reihe nach.

Meine Reise nach Plymouth verlief ohne Probleme und ich würde auch jedem nur raten, nicht mit dem Bus zu fahren. Erstens spart ihr vielleicht 50 Euro (wenn überhaupt) und es dauert einfach über 16 Stunden zu reisen.

Zu meinem Aufenthalt selber in Plymouth: Ich bin eigentlich kein Fan von Erfahrungen durch schriftliche Form weiterzugeben, denn all die Emotionen und Gefühle, die ich durchlebt habe, die kann ich sicherlich nicht hier ausdrücken. Aber ich versuche mein Bestes.

Ich hatte eine so wunderbare Gastfamilie, die sich reizend um mich gekümmert hat. Wir haben jeden Tag Stunden miteinander verbracht und ich habe mich von Anfang an wie ein Teil dieser Familie gefühlt. Es ist normal in England, dass viele Studenten in den Familien für eine gewisse Zeit leben. Aber trotzdem wirkte es nicht so auf mich, als ob sie es leid wären, ständig neue Gäste zu empfangen, denn ich habe durch sie ja viel mehr sehen und erleben können.

Die englische Kultur ist der Wahnsinn! Ich habe in meinen 3 Wochen Aufenthalt keinen Menschen getroffen, der mir nicht weitergeholfen hat oder mürrisch zu mir war. Jeder war freundlich und immer am lachen.

Ich hatte im Vorfeld ein wenig Bedenken, was das Essen anbelangt, aber ich muss schon sagen, dass die Engländer wirklich leckere Speisen haben. Ich könnte zwar nicht jeden Tag „ full english breakfast“ essen, aber für das Wochenende ist es echt richtig lecker.

Was mich ebenso verwundert hat und damit kam ich bis zum Ende nicht klar, ist die Tatsache, dass die Engländer bei 14 Grad und Sonnenschein schon herumlaufen wie die Deutschen im Hochsommer. Absolut verblüffend.

Zu der Schule: Ich habe den einwöchigen Sprachkurs gewählt und die Schule hat sich wirklich Mühe gegeben, diese attraktiv und informativ zu gestalten. Es hat mir dort gefallen. Wir hatten sogar Einzelunterricht ( meine Klassenkammeradin und ich).

Die Schule selber hat auch alles organisiert. Von den täglichen Angeboten sich am Nachmittag oder Abend wieder in der Schule einzufinden und mit den anderen Schülern der Schule, aus vielen verschiedenen Ländern der Welt, gemeinsam Zeit zu verbringen. Am Wochenende standen dann immer Aktivitäten außerhalb der Schule an. Wir haben einmal ein sehr schönes naturbelassenes Städtchen besucht („Looe“). An dem anderen Samstag war leider Regen angesagt worden, sodass wir dann bowlen gegangen sind und das war sehr unterhaltsam.

Zu meinem Praktikum kann ich auch nichts schlechtes sagen. Ich war in einer IT Firma untergebracht, wo ich im Marketing arbeiten durfte. Sehr interessant einmal die englische Arbeitswelt kennenzulernen. Ich hatte aber einen Vorteil, denn durch meine Ausbildung zum Industriekaufmann kenne ich die Thematik ja schon, ich musste es lediglich in Englisch übersetzen. Das war aber auch besser so, denn andererseits wäre ich vielleicht etwas überfordert gewesen.

Ich durfte in dem Praktikum viel mit Excel arbeiten und habe in diesem Zuge eine Konkurrenzanalyse durchgeführt. Außerdem habe ich eine Liste mit Laptops von einem Zulieferer bekommen und habe anhand seiner Preise dann die Gewinnmarge ausgerechnet, indem ich diese mit Preisen im Internet verglichen habe.

Zusammenfassend kann ich dieses Praktikum nur empfehlen, denn es gibt einen sehr guten Eindruck von der englischen Kultur und der Sprache. Ich fühle mich jetzt viel sicherer im Ungang mit der englischen Sprache und werde wohl auch nächstes Jahr wieder in das Land zurückkehren, weil es mir so gut dort gefallen hat.

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