– Einschätzungen nach einem Besuch in der JVA Kassel I

jvaOb Sie sich diese Frage schon gestellt haben? Die Antworten würden unterschiedlich ausfallen. Menschen können real gefangen sein, sich aber auch in einem „inneren Gefängnis“ befinden. Die Schülerinnen und Schüler aus der Sozialassistentenklasse (Jahrgangsstufe 11) der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar hatten vor den Osterferien die besondere Möglichkeit, die JVA Kassel I zu besuchen. Das ist keine Selbstverständlichkeit und bedarf einer intensiven Vorbereitung. So wurde der Religionsunterricht von mir entsprechend gestaltet, um den jungen Menschen eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem großen Themenkomplex Schuld-Strafe-Strafvollzug-Vergebung zu bieten. Die Thematik erfährt schnell eine mediale Beeinflussung, weil die meisten Menschen keine Vorerfahrungen haben, aber dennoch eine Meinung besitzen, die polarisierend sein kann. Diese Tatsache wird weder den Bediensteten gerecht, die im Justizvollzug arbeiten, noch entspricht sie der Lebensrealität der Inhaftierten.

Ältere Menschen benötigen unsere Hilfe, um auch bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit möglichst selbstbestimmt und würdig leben zu können. Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer leisten hier einen wichtigen Beitrag. Unsere Schule bieten Ihnen eine integrierte Bildungsmaßnahme zur Berufsvorbereitung in Teilzeitform und eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin bzw. zum Altenpflegehelfer.

Pflege integriert

Bildquelle: pixabay.com

Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an. Hier erfahren Sie Details zu diesem Bildungs- und Ausbildungsangebot unserer Schule:

Besuch Altenpflegeschule

Bereits seit einigen Jahren besteht eine enge Verbundenheit zwischen der Altenpflegeschule in Hofgeismar und der BFS13 der Herwig-Blankertz-Schule.

Bisher haben Schülerinnen und Schüler der Altenpflegeschule einmal im Jahr die Herwig-Blankertz- Schule besucht und die Berufsfachschüler in der Fachrichtung Sozialpädagogik und Sozialpflege über Organisation und Inhalte der Altenpflegeausbildung informiert. In diesem Jahr waren die Schülerinnen und Schüler der 10BFS13 in die Räumlichkeiten der Altenpflegeschule am Gesundbrunnen in Hofgeismar zu Gast.

 

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Ob das so richtig ist, haben die beiden Sozialassistentenklassen (Jahrgangstufe 11) bei den Besuchen in der JVA Kassel I erfahren können. Es ist nicht so einfach, einen Menschen zu beurteilen, seine Situation einschätzen zu können. Die Schülerinnen und Schülern erfahren vor Ort, wie die Lebensrealität von verurteilten Menschen aussieht, die eine Freiheitsstrafe verbüßen müssen. Nach einer intensiven unterrichtlichen Vorbereitung eröffnete sich die besondere Chance, eine Justizvollzugsanstalt besuchen zu können. Dies verdanken wir erneut dem Ltd. Regierungsdirektor Jörg-Uwe Meister, der uns eine entsprechende Genehmigung erteilte. In dieser Form „grünes Licht“ zu bekommen, ist ein Novum, das auch die beiden Klassen zu schätzen wissen und sie nachhaltig beeindruckt hat.

Einige Schülerberichte stehen exemplarisch für das Erlebte und sollen auch die Leser über die Aufgabenstellung informieren und zum Nachdenken anregen. „Was denke ich vor dem Besuch im Gefängnis? Was wird mich erwarten?“ Weiterhin charakterisieren die Schülerinnen und Schüler Gesprächssituationen, Räumlichkeiten und Gefühle, die sie intensiv bewegen und sie deshalb darstellen wollen. Abschließend geht es in den Texten darum, die eigene Position zur Thematik Schuld und Bestrafung nach dem Gefängnisbesuch darzulegen. Diese fällt oft ganz anders aus, als ursprünglich gedacht oder kann nicht beantwortet werden.

In meiner eigenen Wahrnehmung verlaufen die Gefängnisbesuche immer unterschiedlich! Und das, obwohl ich das Projekt seit vielen Jahren vorbereite, begleite und dabei meine Erfahrungen als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Justizvollzug einbringe. Darin liegt der „Schlüssel“, um das Interesse bei den Schülergruppen zu wecken und für eine gesellschaftliche Verantwortung zu gewinnen. Die Offenheit der jungen Menschen erlebe ich dabei in verschiedenen Ausdrucksformen, aber stets in einer Ernsthaftigkeit. Dies ist auch zu lesen, wenn sie respektvoll von der Arbeit im Justizvollzug schreiben und nun eine Ahnung davon haben, was der Freiheitsverlust bedeutet. Der Umgang mit der eigenen Freiheit bekommt einen anderen Stellenwert.

Susanne Hold

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Einen besonderen Schultag erlebten in der letzten Woche sowohl die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Altenpflegeschule, als auch die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar.

16 Altenpflegeschüler hatten sich mit ihren Lehrerinnen Anika Skirl, Petra Käse und Diana Framhein, in einer Vorbereitungsphase in ihrer Schule am Gesundbrunnen, intensiv auf eine Information über berufliche und inhaltliche Aspekte der Altenpflege vorbereitet. Ausgestattet mit viel Wissen und methodisch-didaktischen Grundkenntnissen sollten diese Erfahrungen an 21 Schüler der Berufsfachschule weitervermittelt werden.

An drei Stationen bekamen die Berufsfachschüler, die der Lehrer der Berufsschule Michael Störmer vorher im Unterricht auf diese Veranstaltung vorbereitet hatte, einen umfassenden Einblick in die Schwerpunkte der Altenpflege.

Gemeinsam wurden berufskundliche Fragestellungen, wie beispielsweise ...

P1220009Die 11BF13 macht einen Schnupperkurs mit Baby und eine Alterssimulation mit Eindrücken körperlicher Alterserscheinungen

Zunächst bestand für die 13 Schüler und Schülerinnen der Klasse 11 BF 13 im Zeitraum vom 21.09. bis zum 24.09.2015 die Möglichkeit an einem Projekt teilzunehmen, dass die Schüler und Schülerinnen einige Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Elternschaft zeigt, indem es ihnen die Chance bietet mit einem „eigenen“ Baby mehrere Tage und Nächte zu erleben und so persönliche Erfahrungen zu machen und „Denkanstöße für kompetente Entscheidungen zu erhalten“. Aus diesem Grund kamen K. Rolka (Dipl. Sozialpäd. und Projektleiterin Schnupperkurs) und eine Mitarbeiterin vom Sozialdienst kath. Frauen e.V. KS und brachten sechs RealCare®Babys mit. 

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