Am Morgen des 13. August machten sich die Wolfhager Fachoberschulklassen 12FOA und 12FOB mit ihren Begleitern Frau Bolle und Herrn Ruzicka mit der Bahn gemeinsam auf den Weg nach Amsterdam in den Niederlanden. 

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Nach zwei Umstiegen und 80 Minuten Verspätung kamen alle am Hauptbahnhof Centraal Station an, von wo aus es mit einem 96-Stunden-Nahverkehrsticket zum Meininger Hotel Amsterdam Amstel ging. Das Hotel war sicher eines der Highlights, da es erst in diesem Jahr fertiggestellt wurde und somit alle Zimmer und Aufenthaltsorte in einem hervorragenden Zustand waren. Nach dem Einchecken wurden die Zimmer bezogen und bestaunt und es folgte eine erste gemeinsame Erkundung der Stadt mit der Metro (U-Bahn). Am Abend gingen dann alle, müde von der langen Anfahrt, in die wirklich gemütlichen Betten. Und obwohl sich auch viele weitere Schülergruppen in dem Hotel aufhielten, konnten alle nachts, möglicherweise auch aufgrund der durchdachten Architektur und Schallisolierungen, sehr gut schlafen.

 

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Der zweite Tag begann früh, da am Vormittag ein dreistündiger Stadtrundgang durch Amsterdam anstand. Treffpunkt war in der Nähe des Bahnhofes, von dort aus ging es über mehrere Grachten durch die Innenstadt, u. a. über die alte Kirche und die Universität ging es zum Flohmarkt, wo eine halbstündige Pause zum Stöbern und Essen eingelegt wurde. Dann ging es weiter durch die Stadt über Einkaufsstraßen und enge Gässchen bis zum großen Platz vor dem Königspalast, immer wieder unterlegt von vielen interessanten Erzählungen der beiden Guides.

 

K1024 20180814 153730Nachdem sich hiernach alle selbstständig in Kleingruppen mit Mittagessen versorgt hatten, ging es am Nachmittag weiter mit einer einstündigen Grachtenfahrt. Diese führte über einen abgetrennten Meeresarm (die sogenannte „Ij“), der Amsterdam von Amsterdam Nord trennt und nun Süßwasser führt, hinein in die Grachten (Kanäle), die Amsterdam sein charakteristisches Stadtbild geben. Vom Boot aus bietet sich hier natürlich eine vollkommen andere Sichtweise auf Amsterdam. Auffällig hierbei waren auch die vielen Hausboote unterschiedlicher Form und Ausstattung, die, wie wir nun wissen, im Schnitt zwischen 150.000,00 € und 400.000,00 € kosten. Nach der Bootsfahrt erfolgten in Kleingruppen eigene Erkundungen bis zum Abend.

 

K1024 20180815 110244Am dritten Tag erfolgte ein Besuch der Amsterdam Arena, dem Heimstadion des Fußballclubs Ajax Amsterdam. Hier erfuhren wir viel über die Geschichte des Vereins und wurden durch Umkleidekabinen, Presseräume und die Ausstellung der Pokale und Erinnerungsstücke geführt. Natürlich durfte ein Einlauf in den Stadionbereich mit über Lautsprecher eingespieltem Publikumsjubel nicht fehlen. Für die Fußballfans und -spieler sicherlich ein Gänsehautmoment. Am Vortag hatte Ajax übrigens an selber Stelle gegen Standard Lüttich mit 3:0 in der Champions League Qualifikation in einem wohl sehr packenden und überragenden Spiel gewonnen.
Der Nachmittag und Abend des dritten Tages stand den Schülern dann zur freien Verfügung, um die Stadt auf eigene Faust erkunden zu können und eventuelle Shoppingmöglichkeiten ausfindig zu machen. Einige Schüler nutzten die Gelegenheit bereits, um Souvenirs für sich oder die Angehörigen zu kaufen.

 

K1024 P TAD01 P12C0 GF13C 00ADer Amsterdam Dungeon war das Ziel am Mittag des vierten Tages. Hier wurde die Geschichte von Amsterdam ab dem 17. Jahrhundert mit dem Fokus auf die düsteren, unheimlichen Elementen wie etwa die Entführung von Seeleuten oder anatomische Studien an Straftätern, von Schauspielern in wirklich gruseligem Ambiente dargestellt. Als Zuschauer ist man hier Teil der Show und so wurde u. a. Laura als Hexe identifiziert und anschließend gleich „verbrannt“, Dennis als Schiffsjunge verkauft, Sarah vom Gehilfen des Inquisitors in einen Käfig gesperrt, Justin zum Schiffskanonenputzen genötigt und Herr Ruzicka - wen wundert das ernsthaft- wegen Verstoßes gegen die Amsterdamer Moderegeln zum Tode verurteilt. Insgesamt ein toller Programmpunkt, der bei Schülern und Lehrern gleichermaßen gut ankam. Die Bilder des Dungeons in der Gallerie unten wurden übrigens, bis auf das Erste, im Dunklen während einer "Horrorshow" gemacht, deshalb die ungewöhnlichen Gesichtsausdrücke...

 

K1024 20180816 141627Nach dem Dungeon war Beeilen angesagt, da es bereits um 14 Uhr in der Heineken Experience weiterging. Hier wurde die Entwicklung des Unternehmens von einer kleinen Brauerei hin zu einem Global Player und auch der Brauprozess des Bieres erläutert und alte Brauanlagen konnten zu Beginn der Tour besichtigt werden. Es schlossen sich mehrere, sehr unterschiedlich angelegte Aktivitätsmöglichkeiten an, so konnte man z. B. Bilder oder Filme erstellen, interaktive Multimediaausstellungen besuchen und im 4D-Kino den Brau- und Produktionsprozess am eigenen Körper miterleben.

 

K1024 20180816 183936Der fünfte Tag war Abreisetag. Die Zimmer wurden bis 11 Uhr geräumt, dann wurde ausgecheckt und allen blieb noch eine knappe Stunde, um letzte Erledigungen zu tätigen. Um 13:01 Uhr fuhr unser Zug und hieß es (bis zum nächsten Mal?) Abschied von Amsterdam zu nehmen. Aufgrund der Verspätung unseres Zuges gab es noch einen kurzen Schreckmoment, da wir nur knapp den Anschlusszug verpassten, aber Glück hatten, dass der nächste ICE nur 15 Minuten später fuhr und noch ausreichend Sitzplätze zur Verfügung standen.

 

Abschließend darf man sicher sagen, dass dies eine wirklich tolle Klassenfahrt war. Ein großes Lob der Lehrer geht hier ausdrücklich an alle Schüler, die sich zu jeder Zeit als offen, freundlich, zuverlässig und pünktlich ausgezeichnet haben. Ja, auch Zimmer 225! 😉

(Bericht verfasst von Heiko Ruzicka)

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