Unsere Berufsschüler Frau Kristin Manthey und Herr Thomas Friedrich, beide Auszubildende im 2. Lehrjahr bei der Firma Autokühler GmbH & Co. KG in Hofgeismar (AKG), erhielten im April 2015 die Gelegenheit, ein dreiwöchiges Praktikum im AKG-Werk in Wales/ Großbritannien zu absolvieren. Das Praktikum konnte mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch unser Leonardo-Projekt CIRA 2013 realisiert werden.

Am 14. April 2015 besuchte Frau Bux die beiden Praktikanten, um sich einen Eindruck von den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen vor Ort zu verschaffen. Im Rahmen dieses Besuchs fanden Gespräche mit dem Produktionsleiter des Werks, Herrn Marc Minton und natürlich mit den beiden beteiligten Praktikanten statt.

Kristin und Thomas beschrieben zunächst die Aufgaben des Werks: Die AKG-Produkte werden aus Deutschland angeliefert und in Wales für den Vertrieb auf dem britischen Markt montiert. Im Werk sind insgesamt rund 20 Mitarbeiter beschäftigt, davon sieben in der Produktion.

Für ihr Praktikum erhielten die Azubis einen klar strukturierten Plan. In den ersten beiden Wochen bekamen sie einen umfangreichen Einblick in alle Arbeitsbereiche des Werks, und zwar sowohl in die Verwaltung als auch in die Produktion. Konkret wurde ihnen an jedem einzelnen Arbeitsplatz gezeigt, welche Tätigkeiten der Stelleninhaber ausführt, bevor sie selbst tätig werden durften. Unter anderem durften Kristin und Thomas selbst zwei unterschiedliche Schweißverfahren erproben.

Im Verwaltungsbereich beschäftigten sie sich mit allen Aspekten des Vertriebs wie der Bearbeitung von Bestellungen, der Lieferschein- und Rechnungserstellung und der Buchhaltung. Darüber hinaus konnten sie bei der Prozessoptimierung assistieren, indem sie Excel-Daten aus der Produktion auswerteten. Weiterhin wurde die Anwesenheit von Muttersprachlern dafür genutzt, um die englischen Übersetzungen von Preislisten aus dem Hauptwerk in Hofgeismar zu kontrollieren.

In der dritten Woche bekamen Kristin und Thomas die Aufgabe, bestimmte Bereiche des Qualitätsmanagements zu bearbeiten, beispielsweise für die Qualitätskontrolle, zur Gesundheit & Sicherheit oder zum Umweltmanagement.

Auch bei der Freizeitgestaltung wurden die beiden Praktikanten intensiv von den Kollegen unterstützt. Sie erhielten einen Firmenwagen zur freien Verfügung und wurden im „Linksfahren“ unterwiesen. Am Wochenende fanden Ausflüge zu landschaftlich reizvollen Gegenden statt. Besonders gefallen hat Kristin und Thomas die walisische Hauptstadt Cardiff, in der auch ihre Unterkunft war.

Das Praktikum wurde von allen Seiten als sehr gewinnbringend beurteilt. Besonders die Tatsache, dass sie im Rahmen des „Rundgangs“ tatsächlich alle Aufgabenbereiche des Werkes kennenlernen konnten, wurde von den Auszubildenden hervorgehoben. Dies ist ein Aspekt, der wegen der Unternehmensgröße im heimischen Ausbildungsbetrieb nicht in dieser Form berücksichtigt werden kann.

Aber nicht nur in fachlicher Hinsicht, sondern auch sprachlich und persönlich bewerten die beiden Teilnehmer den Aufenthalt als sehr positiv. Der Bezug vom fachlichen Fremdsprachenunterricht in der Berufsschule zur Anwendung im betrieblichen Alltag ist für Kristin dabei besonders deutlich geworden. Thomas fühlt sich durch den Aufenthalt motiviert, einen längeren beruflichen Auslandsaufenthalt oder auch ein Auslandssemester ins Auge zu fassen. Auch die Produktionsleitung betrachtet die Anwesenheit deutscher Praktikanten als Unterstützung und Mehrwert für den Standort. Dies kommt in den beiden Praktikumszeugnissen wie folgt zum Ausdruck:

„At all times Kristin’s conduct was deemed to be excellent. Kristin applied herself to any given task with the same amount of enthusiasm. Kristin always maintained a friendly attitude both towards our Directors and her fellow employees. Her contribution to all areas of the company activity in which she was involved have been very much appreciated. […] I believe Kristin will make a valuable addition to any company that she may join in the future.”

Die Herwig-Blankertz-Schule bedankt sich für die Beteiligung von AKG an unseren EU-Mobilitätsprogrammen und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Back to top