Am 22.09.2019 startete unsere Reise nach Portsmouth, England. Wir sind zwei Fachkräfte für Lagerlogistik Wir waren insgesamt 12 Stunden unterwegs. Unser Flieger ging um 16:00 Uhr am Dortmunder Flughafen los und landete um 16:40 Uhr (englische Uhrzeit) am Flughafen Stansted in London. Von dort ging es per Bus zu Victoria Coach Station in London und dann weiter per Bus nach „The Hard“ in Portsmouth. Dort kamen wir erst um kurz vor 23:00 Uhr an und nahmen ein Taxi, um zu unseren Gastfamilien zu fahren. Das war eine lange Anreise. Näher an Portsmouth gelegen und daher vorteilhafter für die Anreise ist der Flughafen Heathrow im Süden Londons.
Am nächsten Tag trafen wir uns mit unserer Betreuerin von Tellus in der Meridian School of English. Wir haben zuerst einen Englischtest durchgeführt und den Rest des Tages hatten wir eine Arbeitsplatzunterweisung mit einem Englischlehrer. Nach der Schule sind wir nochmal durch die Stadt gegangen und haben unseren Abend in einem Restaurant ausklingen lassen.


Am 24.09.2019 hatten wir unseren ersten Arbeitstag bei The Recycled Assets Company Limited (TRACO) , einem innovativen Unternehmen, das sich der Widerverwertung gebrauchter Möbel und sonstiger Ausstattungen widmet und somit einen Umweltbeitrag durch Aufbereitung oder Widergewinnung von Rohstoffen aus gebrauchten Gegenständen im Sinne des Wirtschaftskreislaufgesetzes leistet. Als wir ankamen, wurden wir erstmal von unserem Betreuer vorgestellt. Er hatte uns erklärt, was in den 3 Wochen alles auf uns zukommen würde. Wir haben verkaufte Waren verpackt und für den Versand vorbereitet, zum Teil Waren selbst mit ausgeliefert, alte Möbel nach ihren Rohstoffen getrennt, Lagerplätze gesäubert und Waren neue Lokationen zugeordnet, sowie das Lager sauber gehalten und alte Güter entsorgt. Es war ganz anders als die Läger bei uns bei Volkswagen Kassel. Vor allem ist uns aufgefallen, wie schmutzig alles war und wie wenig auf Arbeitssicherheit geachtet wurde, indem teilweise die persönliche Schutzausrüstung nicht getragen oder gar vorhanden war, wie z.B. Sicherheitsschuhe und Arbeitshandschuhe.
Jeden Donnerstag gingen wir zum Conversation Club in der Meridian School of English. Da haben sich alle Teilnehmer des Erasmus + Projekts getroffen. Wir stellten uns vor und machten ein paar Übungen zur englischen Grammatik und Sprache. Wir haben dort neue Freunde und Freundinnen aus Italien kennengelernt, mit denen wir abends ausgingen. Wir fanden es schade, dass wir nicht jeden Tag draußen etwas unternehmen konnten, da es leider nur geregnet hat. Trotzdem konnten wir zu der Sehenswürdigkeit Spinnaker Tower. Es ist ein 170 m hoher Aussichtsturm in Portsmouth. Es war wunderschön, man hatte einen tollen Ausblick. Die restlichen Tage waren wir nach der Arbeit in der Stadt bummeln und einkaufen. Am letzten Arbeitstag hat unser Arbeitskollege uns eine tolle Aufgabe gegeben. Wir mussten 600 Schlüssel nach der Marke, Seriennummer und Größe ordnen. Das hat 7 Stunden gedauert, aber hat uns trotzdem Spaß gemacht. Nachdem wir uns von unseren Arbeitskolleginnen und -Kollegen verabschiedet hatten, ging es für uns nachhause Koffer packen. Am nächsten Tag dem 11.10.2019 trafen wir uns in der Schule und bekamen unsere Europässe Mobilität und Zertifikate ausgehändigt. Nach der Schule fing unsere Rückreise nach Deutschland an. Wir haben den Bus von der Busstation The Hard Richtung Stansted Airport genommen. Nach 4,5 Stunden Busfahrt sind wir am Flughafen angekommen. Da unser Flug erst für den nächsten Tag gebucht war, haben wir in der Nähe vom Flughafen in einer Pension übernachtet. Am nächsten Morgen wurden wir um 10:45 Uhr von einem Taxi abgeholt und zum Flughafen gefahren und haben eingecheckt. Nach 1 Stunde und 20 Minuten landeten wir in Dortmund, holten unsere Koffer und fuhren zum Hauptbahnhof Dortmund. Um 22 Uhr kamen wir endlich mit Verspätung in Kassel an.
Es war eine sehr schöne Zeit in England und wir bedanken uns bei der Herwig-Blankertz-Schule, dass wir am Erasmus+ Projekt teilnehmen durften, vielleicht als letzte zwei Auszubildende der HBS vor einem drohenden harten Brexit.
Agata Balinska und Selin Güler

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