Wie fing das Projekt „Leonardo“ eigentlich an und mit welchen Erwartungen und Vorbereitungen ging ich in dieses? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir nicht die größten Gedanken gemacht habe, da ich ein sehr spontaner Mensch bin, der gerne Neues erlebt. Eine gewisse Angst befand sich allerdings trotzdem mit in meinem Koffer. Und das mit Recht wie ich finde. Welcher Mensch hat keine Bedenken, wenn er das erste Mal komplett alleine 3 Wochen in einem fremden Land ist und seinen Lebensalltag organisieren muss? Ich nahm die Möglichkeit, die mir die Herwig-Blankertz-Schule und mein Arbeitgeber boten, wahr und so war ich also 3 Wochen im schönen Süden von England, in Portsmouth.

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Zur Reise:comp Portsmouth Sean4
Zu Beginn möchte ich mich bei allen Parteien, speziell der Herwig-Blankertz-Schule und meiner Englischlehrerin und Projektkoordinatorin Frau Kerner, dafür bedanken, dass mir dieses außergewöhnliche Projekt im ersten Lehrjahr ermöglicht wurde. Die 3 Wochen in England (Portsmouth) waren atemberaubend. Als meine Kollegin und ich ankamen wurden wir herzlichst von unseren Gastfamilien am Bahnhof abgeholt und zum Haus gefahren. Dort aßen wir das erste Mal zu Abend und mir wurde das Haus und die Stadt gezeigt. Sehr viele Eindrücke auf einen Moment, das sei gesagt!

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Ein internationales Team aus Russland, Deutschland und Lybien


Montag startete dann der "Alltag". Jede der 3 Wochen war gleich aufgebaut:

Bericht über mein Praktikum in Portsmouth in England

Aufenthalt vom 29.03.2015 bis 18.04.2015

Alles fing mit einer schlaflosen Nacht in Hannover an als ich gegen 5 Uhr morgens in das Flugzeug nach London Heathrow stieg. Nach einem knapp 2stündigen Flug kam ich endlich in London an. Der Flughafen Heathrow ist gigantisch! Mit ganzen 5 Terminals bietet Heathrow einen riesen Flughafen.
Nach meiner pünktlichen Ankunft am Flughafen musste ich mir sofort am National Express, ein Reiseunternehmen in England, mein Busticket nach Portsmouth kaufen. Schon am Flughafen bekam ich das englische Flair zu spüren. Ab dem Moment war nur noch Englisch sprechen angesagt! Eine Herausforderung, die wohl nicht alltäglich ist, wenn plötzlich keiner Deutsch versteht. Als ich dann mein Bus Ticket für den National Express nach Portsmouth hatte, musste ich erstmal zur Busstation laufen, wo ich vom sehr netten Personal empfangen und dem richtigen Bus zugeteilt wurde.
Die Fahrt von London nach Portsmouth war sehr spannend, da in England Linksverkehr herrscht und die Straßenverkehrsordnung ganz anders abläuft. Man konnte einen ersten Eindruck vom schönen England bekommen, weil wir mehrere Busstationen z. B. in Winchester oder Southampton angefahren haben.
Da ich vor der Abreise eine Gastfamilie zugeordnet bekommen hatte, war ich schon etwas nervös, weil ich nicht wusste, wer genau mich an der Busstation in Portsmouth erwarten würde. Nach einer knapp 4 stündigen Fahrt kam ich endlich in meinem Praktikumsort Portsmouth an. Ich bekam mein Gepäck und musste auf meine Gastfamilie warten. Nach einer kurzen Zeit kam eine sehr nette Frau zu mir und fragte, ob ich Daniel Moser sei. Total erleichtert fuhr ich dann mit Paula, meiner Gastmutter, zu meiner Gastfamilie Nachhause. Auf dem Weg zeigte sie mir die Schule, in die ich jeden Freitag gehen würde. Meine Gastfamilie hatte ihr Haus auf der „Southsea“, die Südseite in Portsmouth, direkt an der wunderschönen Küste mit einem super Strand!  

                                   comp Strandlage

Bepackt mit einem viel zu großen Koffer und jeder Menge Vorfreude ging am Samstagabend meine Reise mit dem Bus von Kassel über London nach Plymouth los. Die Busfahrt war eigentlich komfortabler als erwartet, nur viel schlafen konnte ich nicht, da wir mitten in der Nacht zweimal zu Passkontrollen aus dem Bus raus mussten und schließlich um ca. 4 Uhr morgens auf die Fähre... Ansonsten hat jedoch alles gut geklappt und ich bin am Sonntagnachmittag am Busbahnhof in Plymouth angekommen, wo mich meine Gastmutter abgeholt und mir auf dem Weg nach Hause gleich ein wenig die Stadt gezeigt hat.

 comp City Center Plymouth      comp The Hoe

Am Montag wurden wir in der Schule begrüßt und gleich am Dienstag begann mein erster Arbeitstag bei einer Hochzeitsfotografin. Überraschenderweise befand sich mein Arbeitsplatz in ihrem Wohnhaus - mit einem Laptop am Küchentisch. Die Arbeitsaufgaben, die ich dort erledigte, hatten jedoch tatsächlich viel mit meinem Ausbildungsberuf  zur Kauffrau für Bürokommunikation zu tun und so durfte ich z. B. die Finanzen prüfen, das Layout der Rechnungen überarbeiten, online banking machen und englische Geschäftsbriefe bzw. E-Mails verfassen.

Nach der Arbeit bin ich meistens direkt mit dem Bus nach Hause, da es – typisch britisch – schon um 18 Uhr Abendessen gab. Danach habe ich mich oft noch mit Freunden in der Stadt getroffen, um gemeinsam in eine Bar oder einen Pub zu gehen. So viele Leute aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen, war für mich eine der besten Erfahrungen während des Auslandsaufenthalts. Neben einigen Deutschen und einer Gruppe von Spaniern, mit denen ich in den drei Wochen ziemlich viel unternommen habe, habe ich auch Jugendliche aus Frankreich, Polen, Rumänien und der Türkei kennengelernt. An den Wochenenden gab es jeweils einen Ausflug von tellus, an dem alle teilnehmen durften, so waren wir einmal in Looe und Polperro (zwei idyllischen, kleinen Küstenstädten) und einmal beim Bowling. Ansonsten haben wir auf eigene Faust die Stadt erkundet, waren picknicken am Leuchtturm, shoppen im „Drake Circus“ und haben einen Ausflug nach Paignton und Torquay gemacht. Eine besondere Überraschung war für mich, dass meine Arbeitgeberin mit mir an einem meiner letzten Arbeitstage nach Dartmoor gefahren ist, um mir die traumhafte Landschaft zu zeigen und in einem Ausflugslokal typisch britisch Cream Tea essen zu gehen. Ein wirklich toller Abschluss für diese schöne Zeit!                                         comp Dartmoor   comp Linda

Die drei Wochen vergingen wirklich wie im Flug und als man sich gerade so richtig an den britischen Alltag gewöhnt hatte, ging es leider auch schon wieder nach Hause. Gerne wäre ich noch ein wenig länger geblieben... 

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